Datum: 10. June 2010 11:21
Also ich verstehe ehrlich gesagt das ganze Gejammer über zu geringe Wertschätzung auch ned ganz.
Ja es gibt viele Klubs Trainer und andere Paare die einen großen Teil der heimischen Senioren nicht recht ernst nehmen oder sogar schlecht darüber reden.
Ich möchte auch nicht die Behauptung bestreiten, dass viele Trainer Seniorenpaare oft als Stundenfüller oder Fixeinnamequelle sehen.
Das ist allerdings meist nur bei Paaren so die abseits der Stunden nicht auch sehr viel für sich arbeiten oder regelmässig die Techik-Gruppen besuchen und daher nur geringe oder sehr langsame Fortschritte zeigen.
Diese Behandlung solcher Paare mit geringem Engagement ist allerdings auch dieselbe bei allgemeinen oder Kinderpaaren.
Ich bin der Meinung das jedes Paar (Allgem, Kinder, Senioren) , welches engagiert und konstant trainiert, ohne 70 % der Zeit nach Ausreden oder Begründungen zu suchen, warum etwas nicht funktioniert,oder sich beschwert,was der Partner nicht alles falsch macht, zu Erfolg gelangt.
Es wurde auch geschrieben dass die Stunden mit Senioren anders geführt werden, als mit Kindern. Bei Senioren wird gefragt was man machen möchte, bei Kindern gibt man vor.
Das sehe ich anders. Ich habe erlebt das bei den meisten Trainern, von allen Paaren mit Ausnahme der ganz jungen (7/8 Jahre) erwartet wird, dass sie sich immer vor den Stunden überlegen, was sie machen wollen und nicht immer ohne Plan zur Std. kommen und hoffen das der Trainer íhnen was vorgibt.
Die Idee dahinter ist ja ,dass wenn Paare eigenständig trainieren sie meist genau wissen welche Figuren nicht funktionieren oder was sich schlecht anfühlt. Somit sollten primär solche Sachen in den Stunden geklärt werden.
Wenn einen Trainer dann etwas generell gravierend an der Technik stört wird er/sie es ohnehin selbst ansprechen.
Wenn es keine gröberen Probleme gibt kann man natürlich auch an der allgemeinen Technik eines bestimmten Tanzes im Rahmen eine Privatstunde feilen.
Auch wenn die Umgangweisen mit Kindern, Allgemeinen und Senioren unterschiedlich, sind arbeiten ja doch alle (jedenfalls theoretisch

) mit der selben Grundtechnik .
Die unterschiedlichen Traininsmethoden sind darin begründet das sie Paare altersbedingt anders verhalten.
Kinder: haben meist zuviel Energie und kaum Konditionsprobleme, allerdings werden sie schnell gelangweilt oder verlieren leicht die Konzetration, allerdings hinterfragen sie dafür nicht alles was man ihnen sagt.
Allgemeine: haben meist schon weniger Probleme mit der Disziplin, wollen aber meist zuviel auf einmal oder arbeiten zu wenig an der Grundtechnik. Bei Paaren höheren Levels lassen sie sich meist weniger vom Trainer sagen oder diskutieren gerne anstatt den Input hinzunehmen und wenigstens zu überdenken.
Senioren: haben oft schon Probleme mit Kondition und Flexibilität, arbeiten aber auch meist nicht mehr daran diese im Rahmen der gesundheitlichen Möglichkeiten zu erhalten/ zu verbessern. Nehmen dieses Mangel gerne als Vorwand gewisse Sachen gar nicht erst zu probieren. Tun sich in vielen Fällen schwerer Technische Inputs anzunehmen , besonders wenn der Trainer jünger ist als sie selbst. Auch sie haben selten Probleme mit der Disziplin kommen aber gerne in Quatschen oder diskutieren.
PS: die getroffenen Aussagen sind mein persönlich subjektive Ansicht der Sache und nicht gedacht jemanden persönlich nahe zu treten
