Re: Kür-Staats
Autor:
Heinrich (81.217.6.---)
Datum: 16. June 2010 22:01
Noch ein Zusatz zum Thema Kür und zum Thema Kritik, auch betreffend die Kritik am Formationsteam der Tanzschule Lamp:
als Ex-Tänzer bin ich dem Sport sozusagen treu geblieben, besuche viele Turniere, und reflektiere natürlich auch mit der Distanz mittlerweile vieler Jährchen meine eigene aktive Zeit. UND: ich bin mittlerweile PUBLIKUM und möchte unterhalten werden, weil ich dafür bezahle, und oft nicht unwesentliche Anfahrtsstrecken in Kauf nehme.
Keiner verlangt bei einem Jugendturnier vollkommene Leistungen, ganz im Gegenteil, man freut sich über viel Nachwuchs, die herzigen oft noch sehr tapsigen Allerkleinsten, und die Jugendpaare, die vielleicht talentiert genug sind um in der Allgemeinen mitzuhalten. Auch bei Turnieren der Allgemeinen Klasse verlangt keiner perfekte Leistungen in den D, C und B-Startklassen.
Eine A und S-Klasse sollte allerdings schon etwas zu bieten haben, sonst komme ich mir als Publikum gefrotzelt vor.
Soll heißen: jeder fängt mal klein an, auch eine Formation, und deswegen ist nichts dagegen einzuwenden, dass in der 2. Liga halt auch einmal ein Anfänger mittanzt. Es gab ja auch bei der heurigen Staatsmeisterschaft Latein keine Proteststürme, als ein paar frischgebackene A-Paare meinten, unbedingt ihre Leistungen herzeigen zu müssen. mein Gott - berauschend wars nicht, aber die anderen mussten eine Runde mehr tanzen - gut für die Kondi wenn man international startet :-)
Die Kür fand ich aber WIRKLICH ärgerlich, denn hier gibts keine Anfängerklassen, und ich erwarte mir doch ein gewisses Niveau, wenn einmal im Jahr eine Österreichische Meisterschaft im Kürtanzsport angeboten wird. Und zwar nicht nur vom erst- und zweitplatzierten Teilnehmer. Auch ein Kürprogramm muss im Takt getanzt werden, und Takt ist doch noch immer das wichtigste Wertungskriterium, oder irre ich hier?
Und wenn man für eine KÜR nicht genügend tänzerischen Ausdruck, nicht genügend Reife und nicht genügend Technik mitbringt, dann sollte mans lassen - dem Publikum zuliebe.