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RE: Wertungsrichter
Autor: hmmmmmm (---.adsl.highway.telekom.at)
Datum: 19. März 2002 15:00

<HTML>Weißt Du, ich hatte einfach das Gefühl, dass das Thema Wertungsrichter ausreichend behandelt ist. Wie ich darauf komm? Ich habe die WR für die kommende Staatsmeisterschaft gehört und von einem Beteiligten erfahren, dass sich der ÖTSV die WR-Liste, die er ursprünglich vorgesehen hatte mit WR, die ständig auf LM zu finden sind, nochmal revidiert hat und stattdessen jetzt beinahe ausschließlich WR zum EInsatz kommen, die nicht unbedingt einen Klub oder ein Paar vertreten und deshalb auch nicht so sehr dessen Interessen....

Und wenn das Präsidium positive Akzente setzt gehört das auch erwähnt - wenn Du schon die Politik ansprichst...... gerade bei einer Oppositionspartei schätze ich es sehr, wenn ich mal höre: "Das hat die Regierung gut gemacht, ABER....." Und so denke ich, dass man mit dieser Entscheidung noch das beste daraus gemacht hat, wenn es schon den Zustand gibt, dass nur österr. WR bei der Staats werten. ABER für nächstes Jahr wünsche ich mir wieder AUSLÄNDISCHE WR!!!!

Und dass ich "weichgekocht" wäre - da mach Dir mal keine Sorgen... ich bin schon lang genug im Geschäft um mir meine eigene Meinung zu bilden und wenn sich diese mal mit den Vorstellungen des Präsidiums deckt dann umso besser!!!

Gerade um die Zuschauer gehts mir doch!!! Was bitte ist das für eine Landesmeisterschaft, in der sechs Maxeln auf der Tanzfläche stehen? Da gehört einmal ein ordentliches Starterfeld her, dann werden auch die Zuschauerzahlen steigen..... aber verpflichtende Auslandsstarts? Tut mir leid, das versteh ich wirklich nicht.....</HTML>


RE: Wertungsrichter
Autor: B. (217.113.99.---)
Datum: 19. März 2002 15:31

<HTML>nun denn, hmmm....warten wir die Staats ab..ich weiss nicht, welche WR dort werten. Stehen die schon irgenwo?

Ansonsten zeigt die Vorgangsweise (positiverweise), dass man sich Gedanken gemacht hat bezüglich Schieberei eigener Paare und so...das heisst das Problem erkannt hat (oder vorgibt es erkannt zu haben)...
Andererseits kann man das auch als Abtasten bei den Tänzern sehen. Indem wir jetzt "Schau ma mal..." sagen ist die Tür auch schon offen, dass nächstes Jahr wieder ausschl. österr. WR stehen (und dann vielleicht auch ein zwei mit persönlichen Interessen?)...und daraufhin das nächste Jahr wieder.

Einerseits sollte man dem eine Chance geben, aber andererseits wollen wir alle ausl. WR. Auch Du traust dem Frieden und den Bmeühungen nicht so ganz, sonst würdest Du Deine Entscheidung pro oder contra ausl. WR für 2003 (die es auch dann nicht geben wird) davon abhängig machen, was bei der heurigen Staats passiert - und nicht pauschal nach ausl. WR verlangen.

Ich meine, es wurde entschieden, und man muss (da hast du Recht) nun damit leben. Letztlich glaube ich aber nicht, dass diesem Wertungsgericht dasselbe Vertrauen seitens der Tänzer entgegengebracht wird als einem mit mehrheitlich ausländischen WR - auch wenn das WR-Gericht gut arbeiten sollte.

Nun zu einem: Was hast Du konkret gegen Pflichtstarts im Ausland? "Das versteh ich wirklich nicht" ist meiner Meinung nach keine ausreichende, detaillierte Begründung für die ablehnende Haltung. Ich hab immerhin einige Argumente pro vorgebracht.</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: TschiBi (213.33.66.---)
Datum: 20. März 2002 09:22

<HTML>Auch ich kann den Pflichtstarts im Ausland wenig abgewinnen. Ich halte sie zwar ab der D/C-Klasse für sinnvoll, v.a. Turniere wie "Hessen tanzt" brauche ich nicht verpflichtend vorschreiben, weil sie für unterklassige Paare ein irres Erlebnis sind - selber Schuld, wer sich das nicht gegeben hat. Wo sonst hab' ich in einer D/C-Klasse die Gelegenheit, gegen 100 Paare anzutreten?

Andererseits sind alle LMs verpflichtend auch zu viel. Wenn ich die Staatsmeisterschaft und die besten 3 Landesmeisterschafts-Ergebnisse als Kriterium für die Ermittlung der Auf-/Abstiegskandidaten heranziehe, sollte das genug der Verpflichtungen sein (zusätzlich zur Anzahl an Pflichtstarts, Aufstiegspunkten, etc.).

Bzgl. Auf-/Abstiegsregelung erst ab der B-Klasse gebe ich B. recht. Jemanden mit B-Programmen in die Schrittbegrenzung absteigen zu lassen, ist eigentlich unmenschlich. Zwischen D- und C-Klasse könnte man evtl. schon eine Abstiegsmöglichkeit schaffen ...

Warum keine Auslandsstarts verpflichtend? Naja, ist nur so ein Gefühl, daß das nicht gut ist ... Außerdem hast Du, B., gemeint, daß man Paare zu möglichst wenig zwingen sollte. Ich könnte mir vorstellen, daß man Förderungen bei B/A/S-Paaren (C/A-Kader) von Auslandstarts (bei B: Grenzverkehr, bei A/S: IDSF-Turniere) abhängig macht. Nicht vom Ergebnis, lediglich von der Anzahl (zB 2 IDSF-Turniere pro Jahr).
Tut mir leid, B., ich kann kein zwingendes Argument gegen Pflichtstarts im Ausland finden, bin trotzdem dagegen. Vielleicht fällt mir noch eines ein ...

Bzgl. der WR bei der Staatsmeisterschaft: Gute Sache, daß der ÖTSV bei den Favoriten-Paaren Klub-Wertungsrichter ausschließt. Nur: Wer bleibt dann noch übrig? Objektive WR, die leider nicht so viel vom Tanzen verstehen? (überspitzt gesagt). Ich fürchte, daß dann bei den Staatsmeisterschaften (vereinzelt) WR zum Einsatz kommen, die beim Werten einer A/S-Klasse überfordert sind. Das mögen von den 9 WR nur 1-2 Stück sein, aber bei sehr knappen Leistungsunterschieden der Paare können diese WR den Ausschlag geben ...
Ich wollte eigentlich nicht auch wieder über die österreichischen WR herziehen, aber die Personaldecke bei den österr. WR ist halt leider dünn, und wenn man die, die "es könnten, wenn sie wollten" abzieht, und nicht genug "Könner, die auch wollen" da sind, muß man auf die, die "wollen, aber nicht können" zurückgreifen ...

Leider weiß ich noch nicht die WR für die Latein-Staatsmeisterschaft, aber ich bin schon gespannt darauf - und anfang nächster Woche wird sicher was los sein in diesem Forum ...</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: hmmmmmm (---.adsl.highway.telekom.at)
Datum: 22. März 2002 00:16

<HTML>Warum keine verpflichtenden Auslandsstarts?

Es ist mit dem Aufwand eines Inlandsstarts einfach nicht zu vergleichen - kostet um ein VIelfaches mehr an Geld.... aber mein Hauptargument:

Ich hätte das Anliegen, dass wir es irgendwie schaffen, die inländischen Turniere möglichst attraktiv und objektiv zu gestalten - also die jetzige Situation verbessern, aber keinesfalls will ich, dass die Paare ins Ausland "ausweichen"! Wieso in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Das Problem des österr. Tanzsports lässt sich sicher nicht lösen, wenn wir versuchen den Tanzsport aus Österreich herauszubekommen - und in die Richtung geht meiner Meinung nach der Vorschlag von Auslands-Pflichtstarts.

Dennoch gegen Auslandsturniere ZUSÄTZLICH bin ich auf gar keinen Fall - ich hab selber des öfteren in Hessen getanzt und möchte das Erlebnis niemals missen....

Dein Argument ist absolut richtig, TschiBi, dass nun vielleicht WR zum Einsatz kommen, deren fachliche Qualifikation nicht weltklasse ist. Das ist mir aber 1000mal lieber als eine politische Wertung. Überall gibt es positives und negatives aber die Lösung ist meiner Meinung nach das absolut bessere Übel :-)

Für die Zukunft sollte man sich dennoch die Frage stellen ob es sich nicht doch auszahlen würde, für diese wenigen Turniere pro Jahr Ausländer zu engagieren. Und wenn man dabei in die Tasche greifen muss..... immerhin geben wir Aktive ja auch kein Taschengeld beim Tanzen aus.</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: TschiBi (194.112.207.---)
Datum: 22. März 2002 08:16

<HTML>Zu den (von den meisten Turnierpaaren gewünschten) ausländischen WR bei Staatsmeisterschaften:
Vor allem B.'s Argument vom 18.3., daß eigentlich wir Turnierpaare die Hauptakteure und "Kunden" des Produkts Tanzsport sind, hat mir zu denken gegeben. Ich weiß nicht, wie es in Euren Klubs ist, aber zumindest in unserem Klub haben wir eine zweistellige Anzahl an Turnierpaaren und weniger als 5 Wertungsrichter bzw. Turnierleiter. Die restlichen Klubmitglieder sind von Entscheidungen bei einer ÖTSV-HV in der Regel nicht betroffen. Nun entsendet unser Klub jedes Jahr stimmberechtigte Vertreter zu dieser HV, die aus dem Kreis der 5 WR/TL stammen. Welche Interessen vertritt wohl unser Klub bei der HV primär ...?
Aufgrund dieser Diskussion möchte ich vor der diesjährigen HV den Versuch starten, daß sich die Turnierpaare (oder zumindest ein Teil davon) mit den Klubvertretern (die bei der HV dabei sein werden) vorher zusammensetzen und die bereits bekannten Anträge, über die abgestimmt wird, gemeinsam zu diskutieren. Damit ist zumindest sichergestellt, daß die Interessen der Turnierpaare den Klubvertretern bekannt sind.

Wollen wir Turnierpaare (österreichweit) wirklich wieder ausländische WR bei Staatsmeisterschaften haben, könnten wir das Verfahren des Volksbegehrens für die HV nutzen (dieser Vorschlag sollte hier noch diskutiert werden): Es müßte ein Klub den entsprechenden Antrag stellen, und wir Turnierpaare (oder vielleicht nur A/S-Turnierpaare) fertigen eine Unterschriftenliste an, die dieser antragstellende Klub zur Untermauerung seines Antrags dem ÖTSV-Präsidium bei der HV vorlegt. Eine große Anzahl an Turnierpaaren mittels Mail / Kontakt bei Turnieren / persönlichen Kontakten zu erreichen, wäre kein Problem. Ob alle (die diesen Antrag unterstützen) auch tatsächlich dafür unterschreiben würden, ist fraglich.

Die Klubvertreter der unterschreibenden Turnierpaare sollten auf alle Fälle davon unterrichtet sein, denn sie sind es, die dann über diesen Antrag abstimmen.


Zu hmmmmmm's Antwort zu den "politischen vs. unfähigen" (österr.) Wertungsrichtern bei der Staatsmeisterschaft:
Ich bin nicht ganz Deiner Meinung (Du ziehst unfähige WR den politischen vor). Ich glaube, daß "unfähige" WR viel mehr Schaden anrichten können - "denn sie wissen nicht, was sie tun", während "politische" WR tendenziell korrekt werten und nur in Einzelfällen zum Vorteil eigener Paare davon abweichen.
Da ist aber der ÖTSV gefordert, politische Wertungen abzustellen (nicht nur durch "aus dem Verkehr ziehen" von politischen WR bei Staatsmeisterschaften).

Der letzte Absatz war der Einfachheit halber überspitzt formuliert - es gibt natürlich keine ausschließlich politischen bzw. unfähigen WR ...</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: hmmmmmm (---.adsl.highway.telekom.at)
Datum: 22. März 2002 10:55

<HTML>Ob überspitzt oder nicht - so kannst Du´s meiner Meinung nach doch nicht sagen.... sicher - einer hat mehr Ahnung als der Andere. Aber jeder dieser WR hat meines Wissens nach schon mal bis in die höchste Klasse getanzt und allein das macht ihn schon nicht zu einem Ahnungslosen. Aber - glücklich kann man damit natürlich auch nicht sein!!!!

Nur im anderen Fall (bei pol- WR) hätte man schon vorher mit ziemlicher Sicherheit feststellen können, wie das Ergebnis lauten wird. Jetzt kommt es doch auf den Wettkampf an....

Sehr gute Idee bezüglich "Volksbegehren" - heißt aber, dass unsere Anonymität gelüftet wird...... müsste von hier nicht involvierten Personen ausgehen</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: TschiBi (194.112.207.---)
Datum: 22. März 2002 14:41

<HTML>Wie gesagt: Es war überspitzt, weil ich nur schnell meine Meinung schreiben wollte - eine realistischere (d.h. nicht überzeichnete) Einschätzung der Situation wäre um etliches umfangreicher ausgefallen.

Natürlich waren alle WR in zumindest einer Disziplin in der S-Klasse und natürlich sind sie dadurch nicht ahnungslos. Aber: Die WR-Kompetenz hängt nicht (oder zumindest kaum) mit der tänzerischen Qualität zusammen. Als Turniertänzer fürchte ich meist die Wertungen der "jungen" WR, die kurz zuvor noch aktiv waren oder als Profi noch aktiv sind, mehr als jene der arrivierten WR. Offensichtlich braucht es seine Zeit, bis man als WR weiß, was wichtig zu werten ist und was nicht. Vielleicht fehlt den jungen WR noch der Blick aufs Wesentliche und sie sind froh, wenn sie ein Paar bei einem Fehler erwischen, und hängen ihre Wertung dann an diesem Fehler auf. Ich kann das nicht beurteilen, denn ich bin kein WR, aber bei eigenen Versuchen, als Zuschauer bei einem Turnier zu werten, hab' ich das bei mir festgestellt.
Vielleicht gibt es auch "junge" WR, die durch ihre Wertung auffallen wollen - um darzustellen, daß sie sich von den "alten" WR abheben. Wenn ich mir die Wertungen von Donnie Burns als WR anschaue ...

Auf der anderen Seite fordern wir Turnierpaare junge WR, weil den "alten" WR vorgeworfen wird, daß sie - sowohl in Latein als auch in Standard - "betriebsblind" sind und nicht über den neuesten Stand der Tanz-Technik Bescheid wissen. Trotz der jährlichen WR-Schulung und der Übertragung internationaler Turniere im Fernsehen ist dieser Vorwurf vermutlich nicht unberechtigt; ich könnte mir vorstellen, daß man sich als WR mit manchen Neuerungen, die man selbst nicht aktiv erlebt hat, nicht identifizieren kann/will.

Man kann's uns scheinbar nicht recht machen ...
Wie schaut für Euch der "optimale WR" aus?

Zum "Volksbegehren": Es war mir schon vorher klar, daß unsere Anonymität gelüftet würde, wenn jemand von uns diese Aktion starten würde; deshalb möchte ich auch nicht Initiator dieser Unterschriftenaktion werden. Auch wenn sich nur 3-4 Personen dzt. an dieser Diskussion beteiligen, gibt es hier sicher genug Passiv-Leser: Turniertänzer, ("junge"?) Wertungsrichter, Funktionäre, Mitglieder des ÖTSV-Präsidiums (ich denke, die Diskussionen hier sind für diese Damen/Herren ein konstruktiver Input, und hoffe, daß zumindest ein paar dieser Funktionäre hier ab und zu vorbeischauen...).

Vielleicht findet sich darunter ein Klubfunktionär, der diese Idee aufgreift und umsetzt?

Für die weitere Zukunft des ÖTSV wäre eine Interessensvertretung der Aktiven, die direkt von den österr. Turnierpaaren gewählt wird, und die gewisse Stimmrechte im ÖTSV hat (zB Mitglieder mit Stimmrecht im erweiterten Präsidium), wünschenswert. Dann könnte man auf solche Aktionen verzichten und als Turnierpaar direkt die Interessensvertreter kontaktieren.</HTML>

hinweis
Autor: dietmar (62.47.176.---)
Datum: 23. März 2002 21:19

<HTML>anonymität ist ja sehr schön, und diskutieren kann man auch ewig.

ob das allerdings effektiv sein wird, bleibt offen.</HTML>

RE: hinweis
Autor: hmmmmmm (62.47.215.---)
Datum: 23. März 2002 22:39

<HTML>danke für den Hinweis</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: quax (---.vie.telering.at)
Datum: 24. März 2002 13:22

<HTML>Nun die Staats ist vorbei und man kann wahrlich nicht sagen , daß die WR "schlecht oder politisch" gewertet haben.
Das Ergebnis entspricht durchaus den gezeigten Leistungen.
Meiner Meinung nach wäre das Ergebnis auch bei ausl. WR nicht anders gekommen. , und so gesehen war der Einsatz der eingesetzten WR total richtig.
Bin gespannt ob der "Journalist"Karl Huber, alias Jakob Hofer, aliasHermann Westermann, alias Hans Brunmann wieder unqualifiziertes Gestammel von sich gibt, damit der Präsident wieder fadenscheinige Ausreden erfinden muß.
Vielleicht greift dieser Journalist den Pressereferenten des ÖTSV an, daß der versprochene Beitrag im Fernsehen nicht gezeigt wurde.
Und übrigens das mit den jungen WR bezüglich werten, das unterschreibe ich sofort.</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: TschiBi (194.112.207.---)
Datum: 25. März 2002 09:14

<HTML>War leider bei der Staatsmeisterschaft nicht dabei, die Ergebnisse und Mark-Wertungen scheinen plausibel zu sein - insofern muß ich quax Recht geben.
Daß Figar ein paar Einser abgeben mußte, spricht - sofern dies vertretbar war - auch für das Verantwortungsbewußtsein der WR.

Auffallend sind die Markwertungen im Semifinale der A-Klasse:
Beispiele gefällig?
5 2 5 0 0 5 0 0 4 --> 21 Punkte, 7. Platz, nicht ins Finale
4 4 0 0 5 2 0 5 5 --> 25 Punkte, 5. Platz im Finale

Offensichtlich gibt's bei den Latein-Wertungsrichtern sehr unterschiedliche Auffassungen; dies ist verwirrend für die Paare (die "guten" und die "schlechten"/"bösen" WR).
Was wollen die Wertungsrichter sehen? Die in den Programmheften zitierten Kriterien sind ja nur bloße Floskeln - vielleicht sollte Paaren die Möglichkeit, an WR-Schulungen teilzunehmen, geboten (und auch offiziell gewünscht) werden. Könnte den Paaren helfen, die Wertungen nachzuvollziehen ...

Anderes Beispiel:
4 5 4 5 4 0 5 5 5 ---> 32 Punkte, 4. Platz in der S-Klasse

Natürlich hat ein einzelner WR bei 9 WR keine Bedeutung, aber eine Analyse solcher Wertungen ist schon interessant.</HTML>


RE: Wertungsrichter
Autor: B. (217.113.99.---)
Datum: 25. März 2002 11:03

<HTML>Zunächst das meiner Meinung nach Positive zur Staats:

Die Wertungsrichter haben sichtlich versucht nicht politisch zu werten und konzentriert gearbeitet. Und im grossen und ganzen eine gute Vorstellung abgegeben - viel besser als so manche alte arrivierte Wertungsrichter und Spezialisten - vielleicht ein Modell auch für normale Turniere? ;-).

Nun zum Negativen:
Ich muss TschiBi voll und ganz zustimmen, dass die Analyse der Wertungen sehr "interessant" ist (oftmals 0 Marks von einem, davon 5 von einem anderen WR).

Bei der Frage nach dem Warum versuche ich mal folgenden Ansatz: Das Leistungsfeld in der A Klasse war in diesem Jahr besonders dicht. Dadurch war es schwerer, einzelne Paare zu identifizieren die besser waren oder eine bessere Richtung in der Ausbildung vorzuweisen hatten. Ich hatte den Eindruck, dass in einigen Fällen bei vielen WR bei der Entscheidung zwischen ein oder zwei Paaren der Mut verlassen hat, sich für ein eventuell unbekannteres Paar zu entscheiden und man lieber auf Nummer sicher gegangen ist - bevor man sich den Vorwurf der Unfähigkeit und politischen Bewertung einholt. Andere WR haben sich bei den betreffonen Paaren getraut, das zu werten was sie sehen - dafür vielleicht bei anderen Paaren nicht. Insgesamt wurde aber eher auf Vorsicht gewertet.

Warum ich das glaube? Nun, es gab bei dieser Staats (im Gegensatz zu früher) absolut keine Überraschungen was die Platzierungen der Paare angeht (trotz der vielen 5 Mark und 0 Mark Wertungen, wie TschBi das angesprochen hat). Für mich war dieser Moment der Überraschung früher der Reiz, bei einer Staats zu tanzen. Und der fehlt jetzt komplett. Die "Plausibilität" der Ergebnisliste (vor allem wenn man nicht selbst zugeschaut hat) ist meiner Meinung nach kein ausreichendes Kriterium für eine gute Wertungsrichterarbeit.

In die Richtung geht auch quax Kommentar: Seht her, die WR haben nicht politisch gewertet, sie hätten genauso gewertet wie die Ausländer und die Resultateliste schaut genauso aus wie immer. Zu allererst halte ich es schlicht für falsch, wenn man sagt, dass dieses WR genauso entschieden hätte wie ein anderes. Wir wissen doch alle nur zu gut, dass bei zwei Turnieren am gleichen Ort am selben Wochenende die Ergebnisse je nach Wertungsgericht völlig unterschiedlich ausfallen können - im falle der Staats wären die Wertungen vielleicht ähnlich, aber sch nicht ident gewesen. Für einige Paare hätte dies geheissen, eine Runde mehr oder weniger zu tanzen (für einige gar nur eine Runde zu tanzen ;-)).

Dass die Wertungen unisono "gerecht" waren, wage ich hier auch in den Raum zu stellen (wie bei fast allen Turnieren es niemals 100%ige Gerechtigkeit gibt). So z.B. die Wertung der Vorrunde S Klasse und wer da wen geschlagen hat (im hinteren Teil des Felds). Oder jenes Paar in der A Klasse, dem man ansieht, dass es lediglich ein bis zwei Lateinturniere pro Jahr tanzt, nur kurzfristig für diese Turniere trainiert und es dann bis ins Semifinale schafft.

Die S Klasse war insgesamt einfacher zu werten, weil die Leistungsunterschiede dort wirklich enorm waren. Figars waren an dem Abend im Finale wirklich outstanding - sowohl was die unterschiedliche Interpretation der Tänze (Gschaider war vielfach zu hektisch IMO) als auch den Gesamtausdruck (vor allem gegenüber Brei/Cap) betraf. Und ich meine deshalb outstanding, weil alle drei Spitzenpaare sehr gute Leistungen boten. Die einzelnen zweier und dreier bedürfen da schon einer Erläuterung.

Insgesamt hat man aus der Situation das beste gemacht. Die WR haben sich Mühe gegeben, sind manchmal (bei ähnlichen Leistungen) aber nicht über ihren Schatten gesprungen (da könne auch ein zwei Figar Zweier und Dreier nichts ändern). Überraschungen gab es keine. Ich bleibe dabei: Es sollten auch ausländische Wertungsrichter, die möglichst wenige der Paare kennen, beim wichtigtsen Turnier des Jahres werten.</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: hmmmmmm (---.adsl.highway.telekom.at)
Datum: 25. März 2002 17:40

<HTML>Diese Unterschiede was die 0- bzw. 5-Mark-Wertungen betrifft ist nicht ein Effekt, der hier zum ersten Mal auftritt. Auch bei der Staats-Standard haben damals sogar die ausländischen WR Paare, die normalerweise immer sehr knapp zusammenliegen, mit 0 oder 5 Marks bedacht.

Kommt meiner Meinung nach daher, dass einige WR als wichtigsten Punkt das Wertungskriterium sehen: Gesamteindruck. Der WR stellt sich die Frage: Welches Paar will ich im Finale sehen? Und bleibt über alle Tänze hinweg bei dieser Meinung. Kommt interessanterweise gerade dann häufig vor, wenn Paare leistungsmäßig knapp zusammenliegen.

Beim Concourse durften wir meiner Meinung nach schon den diesjährigen Standard-Staatsmeister bewundern... wirklich eine beeindruckende Leistung smiling smiley</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: quax (---.vie.telering.at)
Datum: 25. März 2002 20:34

<HTML>Lieber B !

Zu Deinem 6. Absatz:
Natürlich kann es keine 100% ige Gerechtigkeit geben, da ja Menschen am Werk sind und es derzeit keine Kriterien gibt, wie man Tanzen mit Uhr oder Maßband wwerten kann..
Eine Möglichkeit gäbe es schon : man spielt die Musik so lange , bis der letzte übrigbleibt: der ist dann der Sieger.
Und nun zu Deinen Remarks bezüglich wer wen in der Vorrunde geschlagen hat:
im Prinzip ist es aufgelegter Blödsinn bei einer Markswertung Platzierungen zu berechnen. Es ist egal ob man mit 1 Mark oder mit 10 Marks die nächste Runde erreicht hat, da eine Markswertung nichts über einen etwaigen Platz aussagt.
Man hat nur aus der Not eine Tugend gemacht , damit man nicht noch eine Finalrunde der Vorrunde , eine der Zwischenrunde, eine des Semifinales tanzen muß. Die Wertungsrichter platzieren lediglich in der Finalrunde die Paare.
Was die Wertung einmal 0 Marks und einmal 5 Marks betrifft, so ist mir viel lieber , wenn die Wertungsrichter klar werten und nicht ihre Wertungen streuen und damit dem einen oder anderen Paar ein Markgeschenk machen.
Zu Deinem Statement bezüglich Turniere an einem Wochenende:

gottseidank gehen die Wertungen dann möglicherweise bei ein und demselben Paar auseinander:
sonst wären diese Paare ja Maschinen und nicht Lebewesen, die mal besser, mal schlechter drauf sind.
Bezüglich Leistungsfeld der A-Klasse.
Du hast recht das Feld war sehr gleichmäßig-----gleichmäßig schlecht!!!

Im allgemeinen wundere ich mich übr Deine Vermessenheit,die dort eingesetzten Wertungsrichter zu kritisieren : wer von diesen WR war Deiner Meinung nach nicht "arriviert"?, also eher ein Greenhorn als WR ?
In der S-Klasse gab es 3 sichere Finalisten , dann gab es 4 bis 5 Paare, die noch einigermaßen in Frage kamen, für Menzingers war es ein Geschenk.</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: B. (213.33.96.---)
Datum: 26. März 2002 00:24

<HTML>Lieber quax!

Ich habe Dich wieder zwei Schritte weiter, wo ich Dich haben wollte :-).

Schritt 1: Zunächst einmal und einerseits ich die unglückliche Wortwahl "arriviert" zurückziehen, da tatsächlich IMO diese WR um nichts weniger arriviert sind als ihre anderen Kollegen. Andererseits warst es gerade Du der beharrlich davon gesprochen hat, dass es einen "grossen" Unterschied macht, ob man von einem Profi WR bewertet wird oder nicht. Nach Deiner Aufzählung war kein einziger (!) WR, der dort gewertet hat, nach Deiner Definition ein Profi WR - und nach DEINER Diktion somit nicht arriviert für diesen Job. Ich hab ja den satz sarkastisch gemeint und weniger die WR, die bei der Staats gewertet haben, angegriffen sondern jene WR (arrivierte),dsie sehr oft und immer und immer wieder auf den Turnieren zu finden sind und letztlich als Clubtrainer, WR und oft auch Funktionäre dafür verantwortlich sind, dass (und das führt direkt zu Schritt 2) bei einem gleichmäßigen Feld Paare herausgepickt werden, die als "tolle Athleten" vermarktet werden obwohl sie um nichts (oder kaum) besser tanzen als ihre Kollegen.

Schritt 2: Die A Klasse, die "gleichmässig schlecht" war.

Zunächst zum ersten Attribut: "gleichmässig" - da sind wir beider einer meinung, oder doch nicht? Schon oft habe ich gepostet, dass ich persönlich finde, dass bei ähnlichen Leistungen die Wertungen bei verschiedenen Turnieren gestreuter sein müssten. Tatsächlich war und ist dies nicht so - es gibt immer bei einem gleichmässigen Feld Superstars und parias. Aber zumindest hast Du zugegeben, dass die Leistungen im Feld ausgeglichen waren smiling smiley

dann das Attribut "schlecht": bis auf die ersten drei Paare der S Klasse haben alle anderen Paare grösste Probleme, eine erste Runde bei ienm grösseren IDSF Turnier von Rang zu überleben. So gesehen hast du recht - die Leistungen können nur (gleichmässig :-)) schlecht sein. Aber wer waren und sind die Paare, die so schlecht waren bzw. sind? Mit nur wenigen Ausnahmen Paare, die in den unteren Klassen und auch in der A Klasse als "Topathleten", "Zukunftshoffnungen", "Spitzensportler" etc. vermarktet wurden

(Ein Bsp, das mir so schnell einfällt: Ein Paar, dass sich in der 1. od. 2. Zwischenrunde verabschiedet hat, das die B dominiert hat und wo es der Tanzsport nur recht und billig war, einen Artikel darüber zu schreiben, dass beide Kader Jugend sind und einen tollen Sponsorvertrag abgeschlossen haben - und letztlich doch nach deiner Diktion "schlecht" und um nichts besser tanzen als ihre unbekannteren Kollegen, die sie (nun in der A) schon schlagen).

Soll das etwa heissen, dass wir es hier nicht mit "Spitzenpaaren" zu tun haben? Und das die anderen im A Feld, die sich nicht über eine deartige Publicity und Karriere in den Unterklassen freuen konnten, in etwa gleich wie diese tanzen?

Ausserdem (und nun werd ich provokativ): Wer ist denn verantwortlich für die miese Leistung des Feldes (im vielgeschmähten und kaum beachteten unwichtigen internationalen Vergleich)? Die Vielzahl an österr. Profi Trainern und WR, die es offensichtlich nicht schaffen, ein ordentliches Niveau der Paare sicherzustellen. Die Paare und ihr Auftreten (als "Spitzensportler") sind letztlich die Visitenkarte der Trainer - und im internationalen Vergleuch die ungeschminkte Wahrheit, die die Tatsachen direkt entblösst und jegliche Illusionen, die man in Ö eingetrichtert bekommen hat, wehnimmt - dort, im fernen Ausland, wo auch viele "Spitzenpaare" merken, dass sie doch nur Teil des österreichischen Feldes sind und feststelln müssen, dass ihre vermeintlich besseren Leistungen nicht wirklich besser sind.

Andererseits ist es meiner Meinung nach schon eine Anmassung von dir, die Leistungen des A Feldes nicht zu würdigen und herabzustufen. Warum? Nicht nur weil man das wiedergibt, was ihr uns beinbringt. Sondern auch weil ich mich immer wieder frage, ob die elitäre Garde der arrivierten WR selbst so gut getanzt hat wie sie behauptet ..und damit solche tollen Spezialisten sind... Profi Staatsmeistertitel hin oder her.

Habt ihr Tunriertänzer eure Trainer mal gefragt, ob sie mal bei einem kühlen Bier alte Videos (70er, 80er, 60er oder gar auch frühe 90er) von ihren Turnieren damals zeigen wollen? Ich habs getan und ich kenne andere paare, die dies bei ihren Trainern auch gefragt haben. Keiner (!) war hierzu bereit. Ich frage mich: Warum?</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: B. (213.33.96.---)
Datum: 26. März 2002 08:36

<HTML>Korr. mein Posting von oben - eine Profi WR war dabei.

Das Argument dass sich die Ergebnisse an einem Wochenende mehr oder weniger ausschliesslich aufgrund der Tagesform unterscheiden, ist mathematisch nicht wahr. Hierzu wähle man mehrere Kombinationen von 5 Wertungsrichtern bei der staats und man wird feststellen, dass zum Teil deutliche Unterschiede auftreten (z.B. auch wer die nächste Runde erreicht und so...).

Da fällt mir noch was auf: Wenn das Turnier eh so toll und gerecht usw. gewertet wurde, warum war dann der Finalplatz für Menzingers (lese ich richtig heraus, dass die Deiner Meinung nach, quax, eher so um den 9./10. Platz herum hätten landen sollen) ein Geschenk?</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: quax (---.vie.telering.at)
Datum: 26. März 2002 14:19

<HTML>Schau Dir mal die Wertungen an :

Menzinger 17 Marks ins Finale, das vor diesen liegende Paar 33 Marks also nahezu doppelt so viele marks.Und das am 7.Platz liegende Paar 13 Marks.

ÜBERLEGE!!!!!</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: quax (---.vie.telering.at)
Datum: 26. März 2002 14:28

<HTML>Wechsle Deine Trainer ,wenn Du nicht zufrieden bist!
Unter Profi Trainern und WR verstehe ich Personen ,die dem Profilager zuzurechnen sind, also auch eine Profiregistrierung haben, das sind im allgemeinen ehemalige Tanzpaare aus dem Profilager oder derzeit aktive Profitänzer.
Die große Mehrheit der WR und Trainer sind AMATEURE, die die Trainerausbildung gemacht haben. Durch dieTrainerausbildung werden sie auch nicht zu Profis (gilt übrigens auch für den neuen Bundestrainer ).
Das nur mal dazu ,daß Du den Unterschied zwischen Profis und Amateuren
weißt.</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: TschiBi (194.112.207.---)
Datum: 27. März 2002 07:03

<HTML>Oder auch Tanzlehrer (ohne großartige Turniertanzerfahrung) ...</HTML>

RE: Wertungsrichter
Autor: quax (---.vie.telering.at)
Datum: 27. März 2002 08:27

<HTML>Sag mir bitte wen Du meinst. Sind mir im Prinzip keine bekannt, die auch werten.</HTML>

Aktuelle Seite: 7 von 10

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